Dieser Sportschuh besteht aus Spinnenseide

Zwei Bayern ein Gedanke? Was für eine Kombi: hat sich mit dem Biotech-Start Up AMSilk zusammengetan und produziert nun einen Sportschuh aus Spinnenseide. Hinter der Zusammenarbeit steckt aber mehr, als nur ein neuer Fashiontrend, denn herkömmliche Sneaker und Sportklamotten belasten die Umwelt. Die erste Sneaker aus Herzogenaurach mit AmSilk Faser, der Futurecraft Biofabric, zeigt aber das es auch anders geht.

Sportschuh aus Spinnenseide

Aussortierte Sportkleidung und abgetragene Sneaker, die in den allermeisten Fällen aus synthetischen Fasern bestehen, belasten unsere Umwelt durch einen riesigen Müllberg der aus den vielen Millionen Sportartikeln besteht, die jedes Jahr weggeworfen werden.
Eine Lösung für dieses Problem können biologisch abbaubare Materialien sein, mit denen sich unter anderem Professor Scheibel an der Uni Bayreuth beschäftigt. Eines der aus seiner Forschung herausentstanden Patente führte zur Gründung des Bio-Tec Start Ups AMSilk.

Adidas wagt den Fortschritt und geht mit dem Futurecraft Biofabric in die Massenproduktion

Das bayrische Jungunternehmen hat mit der Biosteel genannten Material eine künstliche Spinnenseide geschaffen, die nach eigen Angaben nicht nur reißfester als natürliche Seide ist, sondern zudem auch einen perfekten Ersatz für Polyester darstellt. Das wirklich besondere an dem Stoff ist aber die vollständige biologische Abbaubarkeit.
Dieser Vorteil hat wohl auch den Sportriesen überzeugt, der seit einiger Zeit bereits Biosteel für seine Sportschuhe ausprobiert. Mittlerweile hat Adidas mit dem Futurecraft Biofabric Modell einen komplett biologisch abbaubaren Sneaker vorgestellt und man darf gespannt abwarten welche weiteren Innovationen die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen im Bereich der Sportfashion bereit hält.